Erstellung eines Pflichtenheftes für das Fachthema

Anhand der Fülle dieses Kapitels haben Sie gesehen, dass es sehr viele Aspekte gibt, die verbindlich in Form von eigenen Standardisierungen festgelegt werden sollten.

Die GDI-Südhessen verwendet hierfür den Begriff "Pflichtenhefte".

Solche Pflichtenhefte bekommen eine noch größere Bedeutung, wenn Sie beispielsweise auch als Ausschreibungsgrundlage für Dienstleister verwendet werden sollen oder wenn mehrere Partner das gleiche Thema mit gleicher Darstellung, identischen Sachdaten und abgestimmten Metadaten bearbeiten wollen oder gar die Verkettung der beteiligten Komponenten anstreben.

In einem Pflichtenheft werden alle Festlegungen zusammengefasst, so dass diese dann als Grundlage für nachfolgende Arbeitsschritte verwendet werden können – von der Datenerfassung über die Konfiguration eines WMS-Dienstes bis hin zur Aktualisierung.

Sie haben aber auch gemerkt, dass nicht immer eigene Standardisierungen notwendig sind. Insbesondere bei der Bedienung der INSPIRE-Richtlinie gibt es klare Vorgaben, die nur dann ergänzt werden sollten, wenn die Umsetzung gleichzeitig auch für eigene Zwecke mit zusätzlichen Festlegungen erfolgen soll.
Zwei Beispiele für Pflichtenhefte aus der Geodateninfrastruktur Südhessen finden Sie auf der Webseite der Arbeitsgemeinschaft. Weiterhin finden Sie weitere Informationen zu den Leitprojekten und den dazugehörigen Pflichtenheften der GDI-Südhessen im Info-Modul "Verkettung von GDI-Komponenten".

Um Ihnen ein Hilfsmittel für eigene Pflichtenhefte anzubieten, bieten wir Ihnen eine Pflichtenheft-Vorlage der GDI-Südhessen zum Download an.