Planung des zeitlichen Rahmens

Sie sollten sich in Bezug auf die Zeitplanung nicht zu sehr unter Druck setzen, denn dann können Fehler passieren, die Ihnen im Nachhinein einen größeren Aufwand bescheren. Ist Ihr Dienst erst einmal veröffentlicht, hinterlassen versehentlich eingebaute Unstimmigkeiten eventuell einen schlechten Eindruck oder sorgen sogar für größeren Ärger.

Planen Sie deshalb ausreichend Zeit für eine umfangreiche Testphase ein. Damit ist eine intensive und vielseitige Probenutzung über einige Wochen gemeint, in der erfahrungsgemäß immer irgendwelche Fehler gefunden werden.

Auch der Zeitaufwand ist sehr stark abhängig vom geplanten Einsatz des Dienstes. Gerade wenn mehrere Dienste verkettet werden sollen, besteht ein sehr großer Aufwand bei deren Harmonisierung.

Wenn Sie noch keinerlei digitale Daten vorliegen haben, wird die Digitalisierung viel Zeit in Anspruch nehmen. Digitalisieren Sie einige Objekte und bewerten Sie den Zeitaufwand. Mithilfe einer Hochrechnung können Sie sich dann einen Überblick über den Zeitbedarf verschaffen. Diese Information benötigen Sie auch, wenn die Datenerfassung über einen Dienstleister erfolgen soll, damit Sie dessen Angebot prüfen können.

Täuschen Sie sich allerdings nicht, wenn Sie bereits digitale Daten vor liegen haben. Diese in die richtige Form zu bringen, kann durchaus zeitaufwändiger sein, als eine komplette Neuerfassung. Auch hier sollten Sie einige Probeobjekte anlegen und erst dann entscheiden, welcher Weg für Sie der bessere ist.

Um zu unserem Beispiel mit Bebauungsplänen zu kommen: Die Kooperationspartner haben teilweise sehr viel Zeit benötigt, um einen Pflichtenheft-konformen Dienst bereitstellen zu können. Die Bearbeitung selbst nahm zwar nur wenige Tage in Anspruch, doch bei diesem Fachthema musste man bei den beteiligten Kreisen zunächst die Daten der Städte und Gemeinden einsammeln.