Aufbereitung der Datengrundlage

Die Aufbereitung von Datengrundlagen ist nur dann notwendig, wenn Sie diese zunächst in eine geeignete Form bringen müssen, um sie dann in einem Geoinformationssystem weiterverarbeiten zu können.

Als Beispiel wollen wir Ihnen hier die digitale Aufbereitung auf Papier vorliegender Bebauungspläne und Begründungen (Zusatztexte) näher bringen.

Die zu treffenden Festlegungen sind natürlich meist bereits Bestandteil der Planungs- und Vorbereitungsphase.


1. Zusammenstellung der vorhandenen analogen Pläne und Begründungen

  • Anzahl der Pläne
  • Format der Pläne (z.B. DIN A3 bis Übergröße)
  • Qualität der Pläne
  • Seitenanzahl der Begründungen, Ergänzungen etc. je Plan
  • Format der Begründungen, Ergänzungen etc. (z.B. DIN A4)
  • Qualität der Begründungen, Ergänzungen etc.
  • Für das Bebauungsplaninformationssystem der GDI-Südhessen wurden lediglich die rechtskräftigen Bebauungspläne und deren gegebenenfalls vorliegenden Begründungen und Ergänzungen berücksichtigt.

2. Allgemeine Festlegungen für die analogen Pläne und Begründungen

  • Festlegung der Planinhalte (die GDI-Südhessen hat sich auf den Gesamtplan geeinigt)
  • Festlegung der Datenformate der Pläne (z.B. unkomprimiertes TIF-Format oder PDF-Format, welches im Bebauungsplaninformationssystem genutzt wurde)
  • Festlegung der Datenformate der Begründungen (z.B. PDF-Format oder TXT-Format - auch hier entschied sich die GDI-Südhessen für das PDF-Format)
  • Festlegung der Auflösung (z.B. 200 dpi)
  • Festlegung des Farbmodus (z.B. Farbe, 8 BIT / 256 Farben)
  • Festlegung der Dokumentgröße (z.B. DIN A 4 bis Übergröße)
  • Festlegung für übergroße Pläne (z.B. nahtloses Zusammenfügen zu einer Datei)
  • Festlegung der Dateigröße [z.B. 0,8 MB]

3. Dateiname und Speicherort der gescannten Pläne und Begründungen

Dieser Punkt wirkt zwar relativ trivial, ist aber keinesfalls zu unterschätzen, da eine spätere Änderung oftmals weitreichende Folgen nach sich zieht.

  • Festlegung der Ordnerstruktur,
    Beispiele:
  • Festlegung der Dateinamen,
    Beispiel:

    11-01_G_Dorfmitte_1_AE.pdf
    Syntax: 11 = Gemarkungsnummer
    01 = fortlaufende Nummer Bebauungsplan
    G = Kürzel für Gesamtplan
    Dorfmitte = Name des Bebauungsplanes
    1_AE = 1. Änderung

4. Scannen der analogen Pläne und Begründungen

Die unter Punkt 1 bis 3 getroffenen Festlegungen sind hierbei zu berücksichtigen. Dies gilt insbesondere auch bei der Vergabe an externe Dienstleister.


Durch diese Arbeitsschritte konnten dann die Umringe der Pläne in einem GIS erfasst und die PDF-Dokumente über Hyperlinks in Attributwerten verknüpft werden.